In Kamerun begann die Regenzeit

und wann immer eine dieser schwarzen Wände auf mich zukam,
war es Zeit, Schutz zu suchen

 


Impressionen aus Kamerun

 


Ungeschminkt – Notizen aus dem Tagebuch

11. Mai 2009

Abfahrt aus Yaoundé. Nach über vier Wochen ist endlich auch die Wunde an meiner rechten Wange so gut wie verheilt.


12. Mai 2009

Schon wieder ein tropisches Gewitter. Aber was für eines. Alles schwarz. Noch nie erlebt. Apokalypse. Rede unter einem schützenden Wellblechdach mit einigen Männern. Sie fordern mich auf, zu Hause von ihnen zu erzählen, vom „wahren Afrika“.


13. Mai 2009

Der „dritte Tag“ war wie immer hart, zumal es wirklich nur Hoch und Runter ging.


14. Mai 2009

Wo beginnt eigentlich Zentral-Afrika? Spätestens östlich von Yaoundé: Garküchen werden seltener, Auswahl bescheiden, Asphaltstraße geht in Lehmpiste über. Und wenn ich die Menschen grüße, antworten sie auf mein bonjour mit einem merçi – als hätte ich ihnen einen schönen Feierabend gewünscht, sehr süß. Außerdem werde ich seit Neuestem patron oder papa genannt, manchmal auch massa.


15. Mai 2009

Vermutlich erster Vorgeschmack auf das, was noch kommt: riesige rote Pfützen über die ganze Breite der Straße, Vorderrad bricht einen halben Meter ein, Tretlager und Rohloff komplett im Dreck.


16. Mai 2009

Väterchens Geburtstag. Mache um 11 Uhr 11 Pause und reise in Gedanken nach Hause...