Demokratische Republik Kongo

Teil 3: 2.000 Kilometer gen Süd-Osten
von Kisangani nach Kalemie am Tanganyika-See
und von dort bis Pweto, zur Grenze nach Zambia

...grüne Hölle oder grünes Paradies...

...jedenfalls fast immer sehr dunkel
und deshalb gefährlich zu fahren.
Wie in der Abenddämmerung.
Man sieht die Wurzeln und Stöcke nicht. Oder zu spät.
Von den in Kopfhöhe herumstrauchelnden Bambus-Hölzern ganz zu schweigen.


Nur in der Nähe einiger Dörfer
dringt das Licht auch mal bis auf den Boden,
und der 30 bis 80cm-Pfad wird etwas besser.

Nach rund 1.000 Km Dschungel-Fahrt ändert sich die Vegetation.

Aus dem undurchdringlichen Wald
wird langsam eine Gras- und Baumsavanne,
aus Grün langsam Gelb

Am 25. Juli erreiche ich Kalemie am Tanganyika-See...

Aber die „Qualen“ gehen einfach weiter.
Aus der „grünen Urwald-Hölle“ wird ein „gelbes Sand-Inferno“

Kilometer um Kilometer nur Schieben.
Immer bergauf, bergab.
Hört der Sand mal auf, geht es über losen Schotter und Kies steile Rampen hinauf.
Hat mal jemand versucht an der Kiesgrube sein Fahrrad
über die losen Steinchen bergauf zu schwingen?

Und ist das vollbracht,
kommen auf den bergigen Anhöhen die felsigen Abschnitte:
fette Brummer, tiefe Krater, rutschige Abbruchkanten...
immer wieder als ginge es durch steinige, ausgetrocknete Flussbetten,
auch das an vielen Stellen unmöglich zu fahren.

Auf den Fotos sehen die Straßen nahezu harmlos aus,
die Steigungen sind kaum auszumachen. Aber es bleibt dabei:
Von meinen 432 letzten Kilometern durch den Kongo
habe ich mein Fahrrad gut 50 Km geschoben, getragen oder gezerrt.
Da purzelten dann auch täglich die Durchschnitts-Geschwindigkeits-Rekorde:
9,26 Km/h - 9,19 Km/h - 8,78 Km/h...
und ich hatte immer „alles gegeben“.

7 Tage für 432 Km – auch das ist Rekord.
In den Alpen, in den Pyrenäen und im Atlas-Gebirge
war ich schneller unterwegs,
selbst in den süd-amerikanischen Anden.
Aber so ist halt der Kongo. Gnadenlos.
Vielleicht „das letzte große Abenteuer“ auf dieser wunderschönen Erde.
Da versuch doch mal zu Lächeln...

Danke. Sehr überzeugend.